Das Enjambement ist ein Stilmittel, bei dem ein Satz oder Gedanke über die Versgrenze hinausgeht. Es kommt vor allem in Gedichten vor und wird auch ‚Zeilensprung‘ genannt.
Beispiel: EnjambementNah ist ↩
↪ Und schwer zu fassen der Gott.
Wo aber Gefahr ist, wächst ↩
↪ Das Rettende auch.
(Friedrich Hölderlin, „Patmos“, Strophe 1)
Die Funktion eines Enjambements besteht darin, eine Verbindung zwischen zwei Versen herzustellen. Die Monotonie des in vielen Gedichten vorherrschenden ‚Zeilenstils‘ wird dadurch aufgebrochen und Versende und -anfang werden hervorgehoben.
BeachteUnter ‚Zeilenstil‘ versteht man in der Gedichtanalyse einen Stil, bei dem das Satzende immer (oder fast immer) mit dem Versende zusammenfällt.
Das Gegenteil davon ist der ‚Hakenstil‘. Hier fällt das Satzende nie (oder fast nie) mit dem Satzende zusammen. Die Verse sind durch Enjambements verbunden.
Das Subjekt eines Satzes ist normalerweise die Person oder Sache, die etwas tut.
Es kann aus einem oder mehreren Wörtern bestehen und steht immer im Nominativ.
Die Subjektfrage lautet ‚wer oder was?‘.
Beispiel: das Subjekt tut etwasEva geht heute an den Strand.
→ Wer oder was geht heute an den Strand? Eva.
Er will ein Buch lesen.
→ Wer oder was will ein Buch lesen? Er.
Das Auto steht in der Garage.
→ Wer oder was steht in der Garage? Das Auto.
In manchen Sätzen geht es allerdings nicht darum, dass das Subjekt etwas tut.
Stattdessen wird dem Subjekt hier eine bestimmte Eigenschaft zugeschrieben oder es wird mit einer anderen Person oder Sache gleichgesetzt.
Beispiel: das Subjekt wird mit etwas anderem gleichgesetztEva ist Bauingenieurin.
→ Wer oder was ist Bauingenieurin? Eva.
Er ist neugierig.
→ Wer oder was ist neugierig? Er.
Das Auto ist mehr als ein bloßes Fortbewegungsmittel.
→ Wer oder was ist mehr als ein bloßes Fortbewegungsmittel? Das Auto.
BeachteWenn das Subjekt mit einer anderen Person oder Sache gleichgesetzt wird, steht nicht nur das Subjekt im Nominativ, sondern auch die andere Person oder Sache.
Man spricht in diesem Fall von dem Gleichsetzungsnominativ. Er tritt meist in Sätzen mit den Verben ‚sein‘, ‚werden‘ oder ‚bleiben‘ auf.
Satzglieder sind die einzelnen Bausteine eines Satzes. Sie erfüllen eine bestimmte Funktion, bestehen aus einem oder mehreren Wörtern und lassen sich im Satz verschieben. Zu den wichtigsten Satzgliedern gehören das Subjekt, das Prädikat, das Objekt und die adverbiale Bestimmung.
Sätze bestehen in der Regel mindestens aus einem Subjekt und einem Prädikat.
Beispiel:Die Reporterinlacht.
Viele Sätze enthalten darüber hinaus ein Objekt und/oder eine adverbiale Bestimmung.
Den Ausdruck ‚schon mal‘ schreibst du am besten getrennt und klein, denn so ist es immer richtig.
Die Schreibweise ‚schon Mal’ (getrennt und groß) ist dagegen immer falsch.
Die Schreibweise ‚schonmal‘ (zusammen und klein) kommt häufig vor, ist jedoch bislang nicht im Duden zu finden und sollte daher ebenfalls vermieden werden.
Beispiel: ‚schonmal‘ oder ‚schon mal‘Immer richtig: Ich bereite schon mal den Grill vor.
Immer falsch: Ich bereite schon Mal den Grill vor.
Nicht im Duden: Ich bereite schonmal den Grill vor.
Bei dem Ausdruck ‚Zuhause‘ bzw. ‚zu Hause‘/‚zuhause‘ sind mehrere Schreibweisen möglich. Dabei kommt es auf deine Aussageabsicht an.
Als Adverb im Sinne von ‚ich bin zu Hause/zuhause‘ empfiehlt die Duden-Redaktion die Schreibweise ‚zu Hause‘ (getrennt und groß). Die Schreibweise ‚zuhause‘ (zusammen und klein) ist jedoch ebenfalls möglich.
Als Substantiv im Sinne von ‚das Zuhause‘ bzw. ‚mein Zuhause‘ schreibst du ‚Zuhause‘ immer groß und zusammen.
Wortart
Beispiel
Erklärung
Adverb
Ich bin heute den ganzen Vormittag zu Hause.
empfohlen
Ich bin heute den ganzen Vormittag zuhause.
ebenfalls richtig
Ich bin heute den ganzen Vormittag zu hause.
falsch
Substantiv
Mein Zuhause ist dort, wo ich mit meiner Familie lebe.